vorherige Seite

BOSS-X - Anleitung

nächste Seite
Programme und DLL's

6. Programme und DLL's

6.1. zur Erklärung

Programme sind Anwendungen die im Menüpunkt "Programme" im "Start"-Menü angezeigt und durch Anklicken gestartet werden können. Das sind alle Programme, die einen der folgenden Extender besitzen:

  • BAS BASIC-Programm (meist ATARI-BASIC)
  • TUR,TRB,TBS,TB Turbo-BASIC-Programm
  • BOS BOSS-Programm
DLL's sind Systemprogramme, die nicht einfach so aus Neugierde gestartet werden sollten. Es könnte sich bei einer DLL auch um eine Maschinensprachedatei handeln, ähnlich eines OBJ-Codes. DLL's sind also mit Vorsicht zu genießen, denn sie sind nicht für den Endverbraucher bestimmt. Zwei DLL's auf der Seite B der BOSS-Diskette kann ich Ihnen aber trotzdem empfehlen:

6.2. FASTCOPY.DLL

Mit diesem kleinen Hilfsprogramm können Sie eine Datei kopieren ohne gleich ein großes Multifilecopy-Programm laden zu müssen. Laden Sie das FASTCOPY.DLL mit LOAD, legen Sie Ihre Quell-Diskette ein und starten Sie das Programm mit RUN. Wenn Sie DIR eingeben, wird das Inhaltsverzeichis von D1: aufgelistet. Sie können auch von Laufwerk zu Laufwerk kopieren oder eine Datei unter einem neuen Namen auf die gleiche Diskette abspeichern. Sie müssen nämlich den gesamten Namen der zu kopierenden Datei eingeben (z.B. "D2:VIDEO.DRV"). Die Datei wird in den Puffer geladen. Anschließend kommt die Anzeige "key". Drücken Sie eine Taste. Jetzt werden Sie nach einem neuen Dateinamen gefragt. Dabei wird Ihnen der alte Namen wieder vorgeschlagen. Geben Sie RETURN ein, wenn Sie die Zieldiskette in das Laufwerk eingelegt haben, und die Datei wird unter dem gleichen Namen abgespeichert. Die können aus einem "D2:VIDEO.DRV" aber auch ein "D8:VIDEO.DRV" oder ein "D2:VIDEO.TUR" oder sonstwas machen. Unter MyDOS können Sie sogar quer durch alle Verzeichnisse kopieren. Die Einfachheit dieses Programm macht es so flexibel.

6.3. MS-Copy

Ein etwas komfortableres Programm zum Kopieren von Dateien ist MS-Copy, ein Multi-File-Kopierer unter Turbo-BASIC. Dieses Programm läd mehrere Dateien auf einmal in den Speicher des ATARI und schreibt diese dann auf die Zieldiskette. Sind Quell- und Ziellaufwerk identisch, so werden Sie zu einem Diskettenwechsel nur dann aufgefordert, wenn der Speichern voll ist und nicht nach jeder Datei, da ja mehrere Dateien in einem Durchgang kopiert werden. MS-Copy unterstützt allerdings KEINE Unterverzeichnisse. Kopiert werden können Dateien auf den Laufwerken D1: bis D8:.

6.4. TBE.DLL

Hiermit haben Sie einen Editor in der Hand, mit dem sich der Titel des Turbo-BASIC ändern lässt. Das umfasst sowohl den Titeltext als auch den Zeichensatz. Laden Sie das Programm mit LOAD "D:TBE.DLL" und legen Sie eine Diskette, auf der sich Turbo-BASIC als "AUTORUN.SYS" befindet (z.B. BOSS-X), in Laufwerk 1 ein. Starten Sie das Programm mit RUN. TBE.DLL läd jetzt das Turbo-BASIC. Dann können Sie zwischen (Z)eichensatzeditor, (T)itelgenerator oder (S)ave wählen. Der Zeichensatzeditor ist etwas unübersichtlich (die einzelnen Zeichen hängen ohne Trennung untereinander und die Spalte in der sich der Cursor befindet wird nicht angezeigt). Mit den Pfeiltasten wird der Cursor bewegt, mit SPACE wird ein Pixel gesetzt (mit 2x SPACE kann man den Cursor kurz anzeigen), mit ESC verlässt man den Editor. Der Titelgenerator kann im Vorschau- oder Edit-Modus arbeiten. Zwischen diesen beiden Modi wird mit INSERT (CONTROL-">") umgeschaltet. Im Edit-Modus werden Pfeile, Tabulatoren... angezeigt. Im Vorschau-Modus wird der Titel so angezeigt, wie er später aussieht. Bitte bewegen Sie den Cursor NUR mit den Pfeiltasten CONTROL-LINKS und CONTROL-RECHTS durch den Text. Alle anderen Tastendrücke werden in den Titel eingebunden (sie sind dann im Edit-Modus als Pfeile oder Dreiecke zu sehen). Verlassen wird der Titelgenerator mit CONTROL-X. Mit Save speichern sie das neue Turbo-BASIC als "D:AUTORUN.SYS" ab. Sie können in einer Turbo-BASIC-Datei nichts (außer den Titel) kaputt machen, da Sie weder der Zeichensatzeditor noch der Titelgenerator an gefährliche Speicherstellen heranlässt.

das System

7. das System

7.1. Bildschirmschoner

Der Desktop ist ein Programm, welches sich unter BOSS-X ständig auf dem Systemlaufwerk befindet. Deshalb kann er sich selbst verlassen und einen Bildschirmschoner laden. Er wird aktiv, sobald man den Joystickpfeil nach ganz oben rechts positioniert oder der Attack-Modus (also der ATARI-Interne Bildschirmschoner) sich einschaltet (dabei dürfen allerdings keine Menüs geöffnet sein). Der Bildschirmschoner muss als BOSS.SCR auf dem Systemlaufwerk vorliegen, sonst wird er nicht geladen. Um beim Starten von BOSS den gewünschten Bildschirmschoner mit zu installieren, speichern Sie ihn unter dem Namen "BOSS.SCR" auf der BOSS-Diskette, Seite A natürlich, ab. Es stehen Ihnen mehrere Bildschirmschoner auf Seite B der BOSS-Diskette zur Verfügung. Sie können diese ganz einfach testen. Starten Sie sie aus Turbo-BASIC heraus mit RUN (sie haben alle den Extender SCR). Gefällt Ihnen einer, dann brechen Sie ihn mit BREAK ab (drücken Sie keine andere Taste und bewegen Sie nicht den Joystick, BOSS-X springt sonst sofort zurück in den Desktop). Speichern Sie den Bildschirmschoner auf der BOSS-Diskette unter "BOSS.SCR" ab.

7.2. der System-/Titel-Zeichensatz

Auf der Rückseite der BOSS-Diskette befinden sich einige Proportionalzeichensätze, die sich als System- oder Titelzeichensatz für BOSS-X verwenden lassen. Kopieren Sie dazu einen der Zeichensätze unter dem Namen "SYSTEM.FNT" oder "TITEL.FNT" auf die Seite A der BOSS-Diskette. Der Desktop nutzt ab dieser Version endlich diese beiden Proportionalzeichensätze. Programme der Generation XE 8.0 (Mau Mau und BOSFont) nutzen nur den Systemzeichensatz. Der Titelzeichensatz wird auch von künftigen BOSS-Programmen genutzt. Er wird die Titelzeilen von Fenstern schmücken. Übrigens: die neuen BOSS-Zeichensätze enthalten die Umlaute Ä, Ö, Ü, ä, ö, ü nach ATARI-Standard (das ist der Standard der internationalen Zeichensatzbelegung, den man mit POKE 756,204 einschaltet) sowie das Euro-Zeichen (erreichbar mit CONTROL-"E"). Also sind 1.98 DM = 1 . Dies funktioniert jedoch noch nicht mit allen BOSS-Zeichensätzen auf der B-Seite der BOSS-Diskette.

7.3. Titelbild

Das BOSS-Programm (BOSS.TUR) ist ab Version 8.1 in der Lage, zwischen Graphics-8- und Graphics-15-Bildern zu unterscheiden und sie als Titelbild anzuzeigen. Speichern Sie einfach ein Bild auf der BOSS-Diskette unter dem Namen "BOSSTIT.PIC" im Micropainterformat ab (bitte nicht als Koala- oder PicPack-Bild). Beim nächsten Booten wird dann das neue Bild angezeigt.

vorherige Seitenächste Seite