Blog

Aug26

insaneOS

Heute möchte ich einmal ein paar Worte über insaneOS verlieren. insaneOS ist ein leichtgewichtiges Spielzeug-Betriebssystem (Zitat https://insane.tscc.de/insaneos/).

Die Geschichte von insaneOS begann vor ca. 5 Jahren als eine Art Firmware, um den Raspberry Pi Zero als Beschleuniger-Karte zu verwenden, um Metal Dust auf dem C64 spielen zu können.
Später wurde daraus ein Hobby-Betriebssystem, welches "bare metal" auf der Hardware des Pi0-Pi3 läuft. Es verzichtet auf Multi-Tasking und ist damit DOS sehr ähnlich, bietet jedoch Zugriff auf die Sound- und Grafikmöglichkeiten des Raspberry Pi. Es bietet auch Möglichkeiten für perfektes Timing von Bildwiederholraten, z.B. in Emulatoren und Spielen. Insane, der Autor von insaneOS, hat entsprechend bereits diverse SDL1-Programme portiert, z.B. atari800 und ScummVM. Mit SymbosVM kommt sogar die Möglichkeit hinzu ein grafisches multitaskingfähiges Betriebssystem auszuführen (mehr zu Symbos und SymbosVM könnt Ihr auf den Seiten http://www.symbos.de/symbosvm.htm bzw. http://www.symbos.de/ so wie unter https://github.com/insane-rabenauge/symbosvm zu lesen).

Für mich ist insaneOS eine interessante Möglichkeit, einen Raspberry Pi Zero als echten Computer zu verwenden, denn wer will schon den unheimlich schweren Linux-Kernel auf solch einem kleinen Gerät laufen lassen?
Ich benutze insaneOS hauptsächlich als Plattform, um den atari800 Emulator laufen zu lassen. Am richtigen Monitor angeschlossen (50 Hz) läuft atari800 in so ziemlich akkurater Bildwiederholrate (frame rate).
Wenn ich darauf Lust habe, spiele ich auch mal die eine oder andere MP3 ab, doch auch jede Menge anderer Musikformate können direkt abgespielt werden, vor allem Chip-Sounds wie z.B. die des SID.

Die Installation von insaneOS ist ziemlich einfach: insaneos_v20241008.zip von https://insane.tscc.de/insaneos herunterladen und auf eine Fat32-formatierte SD-Karte entpacken. Die Karte in den Raspberry Pi Zero einlegen und das System startet.
Das System verzichtet auf Netzwerkfähigkeiten, daher müssen Daten direkt auf die SD-Karte geschrieben werden - dies betrifft auch Spiele für die ScummVM oder ROMs und Programme für den Atari-8-Bit-Emulator - oder man transferiert Daten händisch mittels eines Fat32-formatierten USB-Sticks (dieser muss beim Booten angeschlossen sein, es gibt aber derzeit noch keine Funktionalität für das Kopieren großer Datenmengen wie z.B. Softwaresammlungen).

InsaneOS befindet sich in aktiver Entwicklung. Unterstützt werden künftig neben dem Raspberry Pi Zero auch der Raspberry Pi 1, 2 und 3. Auch die Unterstützung für den Raspberry Pi 4 (und somit auch 400) ist in Planung. Die neueste Version wurde auf der Fujiama 2025 vorbereitet und steht sicherlich bald unter https://insane.tscc.de/insaneos/ zum Herunterladen bereit. Wenn es soweit ist, aktualisiere ich diesen Artikel und verlinke die neueste Version.

Tags: